Von Andreas Walkenhorst, Energieexperte · Stand: Oktober 2026
Das E-Auto ist der ideale Partner für eine PV-Anlage: Es hat einen großen Akku, braucht viel Strom und steht oft stundenlang zu Hause. Wer es mit dem eigenen Überschuss lädt, fährt so günstig wie mit keiner anderen Energie.
Das Wichtigste in Kürze
- Eigener PV-Strom kostet Sie nur den Verzicht auf die Einspeisevergütung, derzeit 7,70 Cent je kWh bei neuen kleinen Anlagen.
- Bei 18 kWh pro 100 km sind das rund 1,40 Euro pro 100 km.
- Dafür brauchen Sie eine Wallbox, die nach PV-Überschuss laden kann, oder ein Energiemanagement.
- Wie viel Sonnenstrom im Auto landet, hängt vor allem davon ab, wann das Auto zu Hause steht.
Was eine Kilowattstunde Sonnenstrom im Auto kostet
Strom, den Sie selbst verbrauchen, speisen Sie nicht ein. Sie verzichten also auf die Einspeisevergütung. Für neue Anlagen bis 10 kWp sind das derzeit 7,70 Cent je kWh. Rechnet man die Anlage selbst über ihre Lebensdauer, liegen die Kosten je nach Preis und Ertrag bei rund 8 bis 12 Cent je kWh. Netzstrom kostet dagegen meist über 30 Cent.
| pro kWh | pro 100 km (18 kWh) | |
|---|---|---|
| Eigener PV-Strom | ca. 8–12 ct | ca. 1,40–2,20 € |
| Haushaltsstrom | ca. 30–38 ct | ca. 5,40–6,85 € |
| Öffentliches Schnellladen | ca. 55–99 ct | ca. 9,90–17,80 € |
Was Sie dafür brauchen
- Eine PV-fähige Wallbox, die ihre Ladeleistung an den Überschuss anpasst, oder ein Energiemanagement, das die Wallbox steuert.
- Einen Messpunkt am Hausanschluss, damit die Wallbox weiß, wie viel Strom gerade übrig ist. Das kann ein Energiezähler oder das intelligente Messsystem sein.
- Ein Auto, das mit wenig Leistung laden kann. Viele E-Autos laden einphasig ab etwa 1,4 kW. Das ist wichtig für Tage mit wenig Sonne.
Wie viel Sonnenstrom landet im Auto?
Steht das Auto tagsüber zu Hause, etwa im Homeoffice, am Wochenende oder als Zweitwagen, kann ein großer Teil des Jahresbedarfs aus der eigenen Anlage kommen, vor allem von April bis September. Fährt das Auto werktags zur Arbeit, lädt es vor allem abends und nachts. Dann helfen ein Hausspeicher oder ein dynamischer Stromtarif.
Tipp: Erst Speicher oder erst Auto?
Ein Auto-Akku fasst ein Vielfaches eines Hausspeichers. Wenn das Auto oft zu Hause steht, lohnt sich PV-Überschussladen meist mehr als ein größerer Speicher. Lassen Sie beides zusammen planen. Mehr dazu: Energiemanagement einfach erklärt.
PV, Wallbox und Tarif zusammen planen
Ich rechne Ihnen aus, wie viel Ihres Fahrstroms aus der eigenen Anlage kommen kann und welche Wallbox und welcher Tarif dazu passen.
Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Regeln können sich ändern; ich halte den Artikel aktuell.